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Lektion 2, Thema 2
In Progress

Das Problem – eine Herausforderung für die Wirtschaftssysteme der Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Lektion Progress
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In Europa werden immer weniger Kinder geboren. Im Zeitraum 2011-2018 verzeichneten 11 Länder eine rückläufige Geburtenzahl. Der Bevölkerungsrückgang in bestimmten Ländern lässt die Feststellung zu, dass diese Länder so schnell wie möglich einen großen Zustrom von Menschen im Produktions- und Vorproduktionsalter benötigen. Eine kluge familienfreundliche Politik, die Familien dazu ermutigt, mehr Kinder zu bekommen, ist ein Muss, und wir können nur hoffen, dass die entsprechenden Programme dauerhaft werden, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Maßnahmen, die im Land ergriffen werden, zwar hilfreich sein können, aber das “Loch”, das in den letzten Jahren entstanden ist, wird auch durch einen plötzlichen Anstieg der Geburtenzahl nicht beseitigt werden. Ein gewisser Bevölkerungszustrom von außen ist notwendig, denn negative demografische Trends sind für die Wirtschaft und ihre Entwicklung gefährlich. Leider wird der Anstieg der Geburtenzahl nicht ausreichen, um das Problem zu lösen. Es bedarf einer anderen Lösung – jedes EU-Land braucht dringend die Bereitschaft zur Arbeit und eine leichte Assimilierung der Einwandernden. Dabei sind religiöse und kulturelle Fragen entscheidend für die Effizienz des Assimilationsprozesses. 

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) nennt vier Hauptfaktoren für die Migration: 

  • Globalisierung und Integrationsprozesse, 
  • Geopolitische Entwicklungen, 
  • Transnationalismus
  • Bevölkerungsentwicklung.

Internationale Bevölkerungswanderungen sind durch wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Gründe motiviert. Zu den wirtschaftlichen Motiven gehört der Wunsch, einen Arbeitsplatz zu finden, die Lebensbedingungen zu verbessern, ein besseres Gehalt zu erlangen, die eigene Qualifikation zu verbessern, Berufserfahrung zu sammeln oder eine Sprache zu lernen. Es gibt viele nichtwirtschaftliche Gründe, die durch viele Faktoren bedingt sind, einschließlich politischer, religiöser oder rassistischer Verfolgung, aber auch durch Überbevölkerung der Gesellschaft, hohe Arbeitslosigkeit oder Armut.

Die Ursachen von Migrationsprozessen werden in allgemeine globale Faktoren, die sich auf alle Migrationsprozesse auswirken, sowie in Push-Faktoren und Pull-Faktoren, die die Einwanderung fördern, unterteilt. Diese Unterteilung ist mit verschiedenen Bedingungen verbunden, wie z. B.: historische, demografische, soziopolitische, wirtschaftliche, usw.

Tabelle 1: Nicht-demographische Gründe für Migration

Faktoren Push Faktoren Pull Faktoren
Historisch

– Die Existenz Nationaler Cluster in den jeweiligen Ländern
– Die Existens Kultureller-, Religiöser- und Bildungseinrichtungen der jeweiligen Gruppe an Immigrierenden

– Die Existenz historischen Zentren von Flüchtlingen (z.B. Pol*innen in Frankreich)
– Die Existenz großer Zentren für neue Einwanderer begünstigt die Ankunft von Einwanderern derselben Nationalität und erleichtert ihre Assimilierung in der neuen Umgebung erheblich
Soziopolitisch – Diskriminerung gegen nationale Minderheiten; bewaffnete Soziale Konflikte
– Einschränkung der Menschenrechte- Enttäuschung und Frustration über die Bildung eines neuen Regimes
– Gefahr von autoritären Diktaturen oder Bürgerkrieg
-Wohlwollende Haltung der Gesellschaft, der öffentlichen Meinung und der politischen Parteien gegenüber Ausländer*innen und ethnischen Minderheiten
– Möglichkeit fremde Kulturen aufzunehmen
Wirtschaftlich – Hohe Arbeitslosigkeit
– wenig Arbeitsplätze im eigenen Arbeitsfeld- schlechte Wohnungsmarkt
– schlechte Versorgung mit Konsumgütern in den Geschäften
–  Schwund und hohe Kaufkraft der ausländischen Währungen, usw.

– der Grad der Ausweitung der “sozialstaatlichen” Institutionen-niedrige Arbeitslosenquote
– Beschäftigungsmöglichkeiten
– Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften
– hohe Wirtschaftswachstumsrate
– Investitionen, die die Nachfrage nach Arbeitskräften bestimmen

Rechtlich – liberale Pass- und Devisenkaufbestimmungen – keine Visumspflicht
– liberale Einwanderungsregelungen, einschließlich derjenigen zur Familienzusammenführung
– Regelungen zur Festlegung des Status und der sozialen Rechte von politischen Flüchtlingen und migrierte Arbeitskräfte
– Erleichterung der Erlangung von Asyl und Arbeitserlaubnis

Quelle: eigene Forschung.

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